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Am 6. August 1986 erschien das erste Metroid in Japan für das Famicom Disk System. Später folgte die NES-Version, die 1988 auch in Europa veröffentlicht wurde. Damit ist die Reihe inzwischen 40 Jahre alt und gehört zu den traditionsreichsten Nintendo-Serien.
Schon das erste Spiel unterschied sich deutlich von vielen anderen Titeln seiner Zeit. Statt einfach von Level zu Level zu laufen, erkundet man mit Samus Aran eine zusammenhängende Spielwelt auf dem Planeten Zebes. Viele Bereiche sind zunächst nicht erreichbar. Erst mit neuen Fähigkeiten wie dem Morph Ball, Bomben oder stärkeren Waffen öffnen sich neue Wege. Genau dieses Prinzip wurde später zu einem der Markenzeichen der Reihe: Man entdeckt einen Ort, kommt dort noch nicht weiter und erinnert sich irgendwann später daran, nachdem man die passende Fähigkeit gefunden hat.
Orientierung ohne Karte
Wer das ursprüngliche Metroid gespielt hat, erinnert sich vielleicht noch an ein ganz anderes Problem: Es gab keine komfortable Karte wie in späteren Teilen. Viele Räume sahen sich ähnlich, versteckte Wege waren nicht sofort erkennbar und die Orientierung konnte ziemlich schwierig werden. Heute findet man komplette Karten innerhalb weniger Sekunden im Internet. Damals musste man sich die Wege merken, ausprobieren oder tatsächlich selbst eine Karte zeichnen.
Auch Samus selbst sorgte damals für eine Überraschung. Während des Spiels steckt die Hauptfigur vollständig im Power Suit. Erst am Ende konnte – abhängig davon, wie schnell man das Spiel abgeschlossen hatte – enthüllt werden, dass sich unter der Rüstung eine Frau befindet. Heute ist Samus Aran längst eine der bekanntesten Figuren aus dem Nintendo-Universum.
Vom Game Boy zum Super Nintendo
Nach dem ersten Teil folgte Metroid II: Return of Samus für den Game Boy. Für viele Spieler wurde die Reihe aber erst 1994 mit Super Metroid auf dem SNES zu einem echten Klassiker. Die größere Spielwelt, die Atmosphäre, die Karte und die vielen versteckten Bereiche sorgten dafür, dass das Spiel bis heute einen besonderen Ruf hat.
Gerade Super Metroid zeigte sehr deutlich, wie gut dieses Spielprinzip funktioniert, wenn Erkundung und neue Fähigkeiten miteinander verbunden werden. Man wird kaum an die Hand genommen, entdeckt vieles durch Ausprobieren und merkt sich Stellen, die man später noch einmal besuchen möchte. Für viele dürfte genau das einer der Gründe sein, warum der SNES-Teil auch Jahrzehnte später noch so beliebt ist.
Metroid Prime brachte einen großen Wechsel
Danach wurde es überraschend ruhig um die Serie. Erst 2002 kehrte Metroid gleich doppelt zurück: mit Metroid Fusion für den Game Boy Advance und Metroid Prime für den GameCube.
Gerade Metroid Prime war damals ein ziemlich großer Schritt. Statt Samus wie gewohnt von der Seite zu steuern, erlebte man die Welt plötzlich aus der Egoperspektive. Trotzdem blieb vieles erhalten, was Metroid ausmacht: Erkundung, neue Fähigkeiten, versteckte Bereiche und das Zurückkehren an Orte, die vorher noch nicht vollständig zugänglich waren.
Für Spieler, die Anfang der 2000er mit dem GameCube unterwegs waren, dürfte Metroid Prime deshalb einen ähnlichen Stellenwert haben wie Super Metroid für viele SNES-Spieler.
Der Einfluss von Metroid
Der Einfluss der Reihe reicht inzwischen weit über Nintendo hinaus. Der Begriff „Metroidvania“ wird heute für Spiele verwendet, bei denen man eine zusammenhängende Welt erkundet und mit neuen Fähigkeiten nach und nach weitere Bereiche erreicht. Der Name setzt sich aus Metroid und Castlevania zusammen.
Spannend ist auch, dass verschiedene Generationen die Reihe völlig unterschiedlich kennengelernt haben. Manche sind mit dem NES eingestiegen, andere mit dem Game Boy oder Super Metroid. Für viele Spieler der frühen 2000er dürfte dagegen Metroid Prime oder Metroid Fusion der erste Kontakt gewesen sein. Jüngere Spieler haben die Serie vielleicht sogar erst deutlich später entdeckt.
Wie war das bei euch?
- Welches war euer erstes Metroid-Spiel?
- Habt ihr das ursprüngliche NES-Metroid damals gespielt oder erst Jahre später nachgeholt?
- Wie habt ihr euch damals auf Zebes orientiert? Einfach auswendig gelernt, herumprobiert oder sogar eigene Karten gezeichnet?
- Welcher Teil ist euch bis heute am stärksten in Erinnerung geblieben?
Und wenn ihr euch wirklich entscheiden müsstet:
Super Metroid oder Metroid Prime?
Welches würdet ihr wählen – und warum?